
CHRISTINA STRAUB
Diplom Kulturwissenschaftlerin
Mitte der 70 Jahre wird Christina im seinerzeit noch kochenden Ruhrpott geboren.
Sie besucht das Gymnasium, wo erste Vorlieben für Fremdsprachen wie Englisch, Latein und Französisch entdeckt werden. Ab 1995 - das Abitur sowie Großes Latinum in der Tasche - absolviert sie in den darauf folgenden beiden Jahren eine Ausbildung zur Gestaltungstechnischen Assistentin an der Friedrich-Albert-Lange-Kollegschule in Duisburg.
Gestaltungstechnische Assistentin...gerade das Wort „Assistentin“ erscheint Christina ausbaufähig, so erwächst der Entschluss ein Studium Richtung Marketing anzuschließen. An der Europa-Universität-Viadrina, Frankfurt /Oder angenommen, schreibt sie sich für den Diplomstudiengang Internationale Betriebswirtschaftslehre ein. Hier wird vor allem der Umgang mit Statistiken und Zahlen gelehrt, jedoch nicht der mit dem „realen“ Markt, bevölkert von (meistens nicht wirklich rational handelnden) Menschen, und Christina entschließt sich, nach dem dritten Semester umzusatteln und den Weg der Kulturwissenschaften zu beschreiten. Auslandssemester und Praktika führen sie nach Reykjavik (Island), Florenz (Italien), von denen sie mit jeder Menge Erfahrungen in Bezug auf fremde Kulturen, Lebensstile und –vorstellungen (nicht zu vergessen umfassende Sprachkenntnisse in Italienisch) nach Berlin zurückkehrte.
2003 markiert den Anfang der Zusammenarbeit mit Smokin Shutdown. Ab diesem Zeitpunkt (Smokin Shutdown #6) zeichnet sie verantwortlich für die Übersetzung des Magazins vom Deutschen ins Englische.
Um sich ihr Studium zu finanzieren, jobbt sie seit 2002 in einer Berliner Bildagentur, befasst sich jedoch ebenfalls immer mehr mit Smokin Shutdown.
Ihre Begeisterung für Hot Rodding und seine Protagonisten wuchs stetig, engagiert nahm Christina immer mehr redaktionelle und organisatorische Aufgaben an, und ist seit 2005 aus dem „Gesamtkunstwerk“ FLYING PISTON nicht mehr wegzudenken. Als Chefsekretärin managt sie - in Zusammenarbeit mit Thom Piston - die Auslandskorrespondenz, Künstlerbetreuung, Artikel für Smokin Shutdown, das Mitgestalten & Erarbeiten von Konzepten zu Hot Rod Veranstaltungen wie Bottrop, Weil am Rhein, und die Rockin Hot Rod Decadence in Berlin.
Ende 2008 beendet sie ihr Studium mit einer Diplomarbeit über Identitäten in der Subkultur Hot Rodding, den Car Club Road Devils Europe als Hauptinformanten, und kann sich seitdem Diplom Kulturwissenschaftlerin nennen. Weitere Schwerpunkte ihrer Universitätslaufbahn liegen auf Themen der Kulturgeschichte und spiegeln sich in Arbeiten über Umbruchsepochen wie die 20er Jahre, die Hexenverfolgung in Europa, oder weitestgehend tabuisierte Bereich wie die Geschichte der Transplantationsmedizin u.ä..
Neben Flying Piston & Smokin Shutdown wird Christina ab September an der University of Cambridge als Research Assistant am Institute of Criminology arbeiten.
Ihr Hauptinteresse gilt immer dem Individuum und seinen weit verzweigten Verstrickungen in und mit der Gesellschaft. Warum sind Menschen, wie sie sind? Warum handeln sie, wie sie handeln? Ihr persönliches, wie berufliches Credo lässt sich deshalb am besten mit einem Zitat des Wissenschaftssoziologen Max Weber veranschaulichen:
Daraus wollen wir die Lehre ziehen: Dass es mit dem Sehnen und Harren allein nicht getan ist, und es anders machen: An unsere Arbeit gehen und der "Forderung des Tages" gerecht werden - menschlich sowohl wie beruflich.
Die aber ist schlicht und einfach, wenn jeder den Dämon findet und ihm gehorcht, der seines Lebens Fäden hält.
(Max Weber, Wissenschaft als Beruf)
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