..in eigner sache..

…daniel, seines zeichens untern anderem übersetzter bei smokin’ shutdown, hat an diesem weekend eine austellungseröffnung mit seinen bildern…doch lest selbst bzw. wer in der nähe ist, seht es euch an  - lohnt sich auf jeden fall !

wir wünschen daniel eine grandiose eröffnungsfeier zu dieser eine woche währenden ausstellung!

———————————

Begleitend zu den Oldtimer Tagen Fürstenfeld stellt der Berliner Maler Daniel Hammer in den Räumen der broy new media am Leonhardsplatz 3 Fürstenfeld-Bruck, Tuschmalerei zum Themenschwerpunkt Porsche aus.

Hammer arbeitet in der Technik der japanischen Tuschmalerei. “Sumi” ist japanisch für “Tusche” und “e” bedeutet sowohl “Weg” als auch “Malerei”. Die Tuschmalerei besteht meist aus kraftvollen, jagenden, schnell hingeworfenen Strichen. Die Sparsamkeit der Mittel, das Zurückführen auf das Wesentliche ist das Herz der Sumi-e Malerei. Der “tanzende Pinsel” führt jeden Strich schnell und sparsam aus. Durch die Kombination der schwarzen Tusche mit weißem Papier entsteht eine eigene dynamische Darstellung mit wenigen Pinselstrichen. Kein Zögern, keine Änderung, keine Verbesserung – einmal ausgeführt, entzieht sich das Resultat jeder nachträglichen Manipulation.

Individuell sind die Motive von Daniel Hammer. Nachdem er seit 10 Jahren den Weg der Tusche geht, hat sich mit einem Besuch der großen Gerhard Richter Ausstellung in der Nationalgalerie Berlin 2012 sein Stil radikal verändert. Inspiriert von Richter´s Werk “Ferrari” begann Hammer seine langjährige Leidenschaft für klassische Fahrzeuge in Tuschmalerei umzusetzen. Seither finden sich in seinem Portfolio Bilder aus allen Bereichen der automobilen Gesellschaft. Komplexe Aufarbeitungen von Fotosammlungen aus den 40er Jahren, skizzenhafte, nahezu technische Detailzeichnungen von einzelnen Baugruppen ebenso wie eindrucksvolle Szenen aus dem automobilen Leben oder spektakuläre Darstellungen historischer Fahrzeuge und Motorräder in Aktion. “Ich bin immer bemüht den Geist der Situation zu erfassen und darzustellen. Geschwindigkeit ebenso wie Stil. Man sagt ja nicht umsonst: Der Wagen sieht im Stand schon schnell aus.” so Hammer. Gerade die rasende Tuschetechnik stellt den Künstler immer wieder vor große Herausforderungen. Anders als zum Beispiel in Öl oder bei Stifttechniken kann die Arbeit an einem Werk nicht unterbrochen werden. “Ist die Tusche erst einmal auf dem Papier, beginnt sie zu trocknen und gibt es kein zurück.” erklärt Hammer den Prozess. “Es gilt sofort weiter zu arbeiten. Fehler, die sich einschleichen, müßen noch während dem Malprozess interpretiert und möglichst inkludiert werden.” Gerade das macht die Arbeiten von Daniel Hammer interessant. Es sind eben keine Detailzeichnungen sondern immer ist die Malerei durch den Pinselstrich zu erkennen. Hammer ist bemüht in seinen Werken trotz der westlichen Aspekte, die sich aus den Motiven ergeben, immer den asiatischen Touch zu erhalten. “Es geht ja bei Sumi-e immer auch um das nicht-hingemalte, das unsichtbare, also um die Interpretation durch den Betrachter” erklärt Hammer “jedoch sind gerade die Oldtimer-Fans besonders detailversessen.” Hammer´s spontane Ausstellung in Fürstenfeld-Bruck “Porsche in Tusche” widmet sich dem Porsche Schwerpunkt der Oldtimertage Fürstenfeld. Das Spektrum reicht von Porsche Gmund Ansichten bis hin zu Rennsituationen und Einzelfahrzeugen. Daneben zeigt Hammer eine Auswahl verschiedener Werke aus seiner in Vorbereitung befindlichen Ausstellung in Yokohama, Japan, die im Dezember 2013 stattfinden wird. “Die Tusche nach Hause bringen” ist das Credo, mit dem Hammer seine Japanreise antritt. “Gerade die Japaner haben eine große Affinität zur Tuschmalerei, aber so etwas wie ich hat noch keiner gemacht!”

Daniel Hammer, Jahrgang 1964, lebt und arbeitet in Berlin, Kreuzberg.

Share